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Schluss mit dem Kopfkino! Die einfachste Strategie für eine Sendepause

In unserer Jugend hat der eine oder andere von uns gerne Tagebuch geführt. Das Buch unserer Geheimnisse hat manchmal sogar einen eigenen Namen bekommen, so wichtig war es uns, die Ereignisse und Gedanken, die uns beschäftigten, aufzuschreiben. Führst du heute noch Tagebuch? Wenn nicht, empfehle ich dir, schleunigst wieder damit anzufangen, denn ein Tagebuch zu führen, ist ein sehr heilsamer Vorgang.

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Nun bist du heutzutage natürlich mit diversen Vehikel der multimedialen Welt ausgestattet, um die Eckpfeiler deines Lebens festzuhalten und mit anderen zu zelebrieren. Was gestern noch ein streng gehüteter Schatz deiner Gedankenwelt war, teilst du heute gern mit Freunden aus aller Welt. Was jedoch tief drinnen vor sich geht – die Gefühle, die Sorgen und Ängste, die Unsicherheiten und Entscheidungen, die getroffen werden wollen – all das wird gerne zurückgehalten, mit sich selbst rumgeschleppt und ausgemacht.

Follow your heart, aber schreib dir vorher den Weg auf!

BuchGenau für solche Gelegenheiten gibt es das Herzensbuch. In diesem Buch schreibst du keinem imaginären Freund einen Brief, sondern eröffnest dir vielmehr einen Raum, in dem deine Gefühle und Gedanken einen Platz finden. Was steht denn nun konkret drin in so einem Herzensbuch? Ich habe meines, das ich seit drei Jahren führe, einmal durchforstet und ein paar Schwerpunkte für dich zusammengefasst, an denen du dich orientieren kannst.

Denkmuster: Vorstellungen, Träume, Zukunftsvisionen, Ideen

Stimmen und Bewertungen: wie und durch wen habe ich mich als Kind wahrgenommen gefühlt? Welche Gefühle verknüpfe ich damit? Welche Schlussfolgerungen und Überzeugungen über mich selbst ziehe ich daraus? Wie sieht mein inneres Bild über mich selbst aus?

Pro-Kontra-Listen zu Situationen, in denen es um eine Entscheidung ging

Empfindungen, Wünsche und Bedürfnisse als Vorbereitung auf Gespräche mit dem Partner, Freunden oder Familie

Jahresbilanz: Was habe ich in diesem Jahr erreicht? Womit fühle ich mich richtig gut? Worauf bin ich richtig stolz?

Positive und negative Erfahrungen: worauf reagiere ich positiv? Was tut mir richtig gut? Was ist/war schwierig für mich? Wie waren meine Gefühle währenddessen und danach? Was lerne ich daraus über mich?

Hilfreiches und Schönes von anderen: eine liebe Karte von einem Freund, ein Mitbringsel aus einem Workshop, Seminar oder dem Urlaub, ein guter Tipp

Experimente und ihre Dokumentation: beim Gewohnheitscheck werden Vorhaben in die Tat umgesetzt, der Verlauf wird dokumentiert (Bsp.: früh aufstehen statt langschlafen, regelmäßige Haushaltsführung statt im Chaos zu versinken…welche Gewohnheiten auch immer du verändern möchtest)

Zitate und Lebensweisheiten, die irgendwo aufgeschnappt wurden

Ist-Zustände und Zielsetzungen: wie geht es mir gerade? Was ist gerade in mir und um mich? Was gibt mir Kraft? Welche Träume habe ich? Was möchte ich gerne verwirklichen? Was brauche ich, damit es mir gelingt?

Das Kopfkino hat Sendepause!

coolEin Herzensbuch zu führen, bringt unheimliche Vorteile. Erstmal kriegst du deinen Kopf frei. Alles, was wie wild zwischen deinen Ohren rast, springt heraus direkt auf das Papier. Indem du es notierst, muss es nicht mehr gedanklich zehntausendmal durchgekaut werden. Du erhältst ebenso eine gesunde Distanz zu den Dingen, die sich in dir abspielen. Du kannst es von außen betrachten und reflektieren. Damit stellst du Verbindungen her, woher diese Inhalte eigentlich kommen und welche Gefühle wodurch verursacht wurden. Damit lernst du dich in deiner Gesamtheit buchstäblich kennen, Seite für Seite. Du kannst dieses Buch immer wieder zurückblättern und feststellen, welchen Weg du bislang zurückgelegt und welchen Herausforderungen du dich gestellt hast und dich immer wieder darauf besinnen, wohin die Reise deines eigenes Lebens eigentlich gehen soll. Dein gesamtes Innenleben in seiner Flüchtigkeit gewinnt an Struktur. Du bist ihm nicht hilflos ausgeliefert, sondern siehst Zusammenhänge und ziehst deine Schlüsse daraus.

KompassDas Herz weiß meistens ganz genau, was es will. Um deinen inneren Kompass zu deuten und nicht im Kreis zu laufen, ist es ungemein hilfreich, den kognitiven Film in dir so klar wie möglich zu erfassen und zu hinterfragen. Dafür ist das Herzensbuch goldrichtig. Es zeigt dir genau, wo du in deinem Leben stehst und was du gerade jetzt brauchst, um deinem Herzensweg zu folgen und dir selbst treu zu sein.

Ich wünsche dir viel Spaß bei der Vorstellung!

PS: Vergiss Schönschrift und die Regeln der Orthographie. Durchstreichen, überkrizzeln, skizzieren, Seite rausreißen….es ist alles erlaubt, denn: es ist DEIN Buch!

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