Handeln
Schreibe einen Kommentar

Keine Zeit?! Keine Lust?! Meditation für Workaholics und Faulenzer

Die Meditation hat sich ihren Weg in unsere Gesellschaft gebahnt und obgleich nicht die Mehrheit von uns tagtäglich auf dem Kissen sitzt und meditiert, kann doch jeder etwas mit dem Begriff anfangen. Ich ertappe mich sehr oft dabei, wie ich mich selbst dabei belüge, keine Zeit zum Meditieren zu haben. Zu jeder noch so günstigen Gelegenheit kommt mir etwas dazwischen und so verschiebe ich das Sitzen leidenschaftlich gern. Ich hab gerade so gar keine Zeit! Dieses oder jenes ist jetzt viel wichtiger. Später, später, später! Und wenn ich dann mal Zeit habe, säuselt mir das Null-Bock-Tierchen so die Ohren voll, dass ich es vorziehe, meinen sauer verdienten Feierabend doch eher auf der Couch zu verbringen anstatt meinen Geist zu trainieren.

yoga

Es ist wie bei jeder guten Sportart. Aller Anfang ist schwer. Wenn du beispielsweise das Joggen für dich entdeckst, meldest du dich ja auch nicht sofort für den nächsten Marathon an. So verlangt auch die Meditation, sich behutsam auf sie einzulassen und den eigenen Rhythmus zu entwickeln. Wenngleich du es noch nicht so ganz schaffst, die Meditation in deinen Alltag einzubauen, indem du dich zu festen Zeiten auf’s Kissen setzt, gibt es Möglichkeiten, sie in deinen Tagesablauf zu integrieren, und das ohne größere Anstrengungen.

Im Folgenden stelle ich dir ein paar Beispiele aus meiner eigenen Praxis vor, die dir helfen können, den achtsamen Pfad im Dauerlauf mit deinen täglichen Aufgaben und Null-Bock-Phasen zu beschreiten:

Die Glocke der Achtsamkeit

klangschalenEs gibt verschiedene Achtsamkeit-Apps, die du dir auf dein Handy laden kannst. Du kannst bestimmen, in welchen Intervallen und in welchem Zeitraum die Glocke der Achtsamkeit ertönt. Meine bimmelt zwischen 08:00 Uhr und 21:00 Uhr ca. jede Stunde einmal. Das hilft mir, kurz innezuhalten, zu atmen und meine Sinne auf das auszurichten, was ich gerade tue.

Das stille Örtchen

Auf das Klosett müssen wir alle, warum nicht auch dort meditieren und sich bewusst auf das konzentrieren, was gerade vorgeht? Die Toilette ist ein besonderer Raum in deinem Alltag und auch für die Meditation. Dort behelligt dich keiner, es herrscht Ruhe. Das sind deine kostbaren 2 Minuten (oder länger), die du ganz mit dir und deinem Atem sein kannst. Und was auch immer du dort fabrizierst und erschnüffelst – es ist, wie es ist, ohne Bewertung, in seiner reinen Form.

Die Ampel-Meditation

footbridge-654125__180Jedes Mal, wenn du an einer roten Ampel stehst, ob im Auto oder zu Fuß, kannst du diese als Signal für Achtsamkeit nutzen. Es ist Nacht, kein Schwein auf der Straße und du willst einfach nur nach Hause? Egal! Fühle, was in dir ist und bleib einfach stehen. Vor allem diese Momente, in denen du für gewöhnlich die Ampel ignorieren würdest, weil du besonders in Eile bist, sind sehr hilfreich, um den prinzipiellen Wert der Meditation zu erfahren.

In der Warteschlange

Die Schlange an der Kasse ist meilenlang?! Was kümmert es dich? Das ist die Gelegenheit, um achtsam zu sein, deinem Atem zu folgen, in deinen Körper hineinzuspüren, deine Gelüste nach Süßem wahrzunehmen, ohne dem Impuls zu folgen und die Schokolade in den Einkaufswagen wandern zu lassen. Du kannst dir die Leute ansehen und den Gesprächen lauschen. Meist sind kleine Kinder da, die es Freude macht, zu beobachten.

Bus und Bahn

u-bahnGerade in Berlin ist man zuweilen ewig mit Bus und Bahn unterwegs, um von A nach B zu gelangen. Nachdem ich erstmal alle Handys und Bildzeitungen gezählt habe, die bei den Mitfahrgästen gerade in Betrieb sind, schließe ich gerne die Augen, spüre bewusst das Ruckeln unterm Hintern oder schaue (wenn es keine U-Bahn ist) aus dem Fenster und sehe mir die Stadt an, die an mir vorbeizieht. Dabei habe ich gerne stimmungsvolle Musik auf den Ohren, wahlweise Klassik oder Mantren, die mich mit dem Hier und Jetzt verbinden.

Es gibt noch unzählige Gelegenheiten und Möglichkeiten der Achtsamkeitspraxis im Alltag. Welche fallen dir ein oder welche betreibst du schon aktiv? Hinterlasse einen Kommentar, vielleicht kannst du andere mit deinen Ideen zu mehr Meditation im Alltag beflügeln.

Nach Oben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*