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Wie geht es dir wirklich? 5 Anzeichen einer emotionalen Krise

Fühlst du dich irgendwie komisch und kannst es gar nicht so richtig benennen? Augenscheinlich ist alles in Ordnung. Du hast vielleicht einen coolen Job, einen Haufen Freunde und einen Sack voll Geld. Alle um dich herum würden sagen: „Mensch, du hast es geschafft!“ Und dennoch, da ist so ein Druck in dir, so eine Unzufriedenheit, vielleicht eine Unruhe. An diesen 5 Dingen erkennst du, dass du möglicherweise gerade in einer Krise steckst:

1. Du kriegst keinen Bissen runter oder du isst und isst und isst….

Der Magen ist häufig der Spiegel unserer Seele. Vielleicht bleibt dir jeder Bissen im Halse stecken. Du hast einfach keinen Appetit, alles schmeckt gleich und du vergißt auch schonmal die Mahlzeiten. Wenn du in den letzten Wochen 5% deines Körpergewichts abgenommen hast, liegt etwas im Argen. Oder vielleicht ist es genau anders herum und du isst mehr als du verträgst im Wechsel zwischen Herzhaft und Süß. Du weißt, dass dir das nicht gut tut und nimmst dir auch vor, auf deine Ernährung zu achten. Aber dann kommen diese Attacken, bei denen du dich während deines Fressflashs schier selbst beobachten kannst. Neben mangelndem Hungergefühl kann zuviel Essen ein Zeichen einer emotionalen Schieflage sein. Mittels des Essens verschafft sich dein Geist eine kurze Atempause von Gefühlen der inneren Leere, der Ruhelosigkeit und der niedergedrückten Stimmung.

streichhölzer2. Die Arbeit erinnert dich an Sisyphos

Du erwischst dich dabei, genauso lustlos und dröge morgens in der Bahn dreinzuschauen wie alle anderen Leute, die zur Arbeit müssen. Die Arbeit, die dich früher erfüllt hat, macht keinen Spass mehr. Du hast das Gefühl, dich in einem Hamsterrad zu befinden. Ein Tag ist wie der andere. Du fokussierst dich auf die wesentlichen Aufgaben des Tages und entwickelst einen Tunnelblick – Augen zu und durch! Je schneller du wieder nach Hause kannst, umso besser. Du bringst dich nicht mehr aktiv ein, deine Eigeninitiative ist auf ein Mindestmaß geschrumpft, deine Konzentration hat nachgelassen und du hast in der Mittagspause lieber deine Ruhe als mit den Kollegen essenzugehen.

3. Du bist vergesslich geworden

Du suchst immer wieder deinen Schlüssel. Du vergisst, die fertige Wäsche aus der Waschmaschine zu nehmen, bis du sie dann in 3 Tagen nochmal waschen musst. Du musst öfter überprüfen, ob du auch das Handy dabei hast, wenn du aus dem Haus gehst oder die Katze ihr Futter hat. Deine Blumen gehen langsam ein, weil du sie einfach nicht mehr gießt. Und im schlimmsten Fall (so ein Bericht aus meinem Freundeskreis) tippst du auf dem Bildschirm deines Notebooks herum und wunderst dich, warum es nicht reagiert, bis du merkst, dass du nicht dein Tablet in den Händen hältst, dass deinem Tippen liebend gern Folge leistet.

4. Du ziehst dich aus deinem Umfeld zurück

Verabredungen mit deinen Freunden werden mehr und mehr zur Pflichtkür und fühlen sich eher nach Terminen an als nach einer erholenden Freizeitgestaltung. Dir ist eher nach 48 Stunden Schlaf als nach Gesellschaft und so langsam fällt dir keine Ausrede mehr ein, um dich vor Geburtstagen oder der Happy Hour in der ehemaligen Lieblingsbar zu drücken. Wenn du dich dann doch durchgerungen hast, findest du kein Gespräch. Selbst die engsten Freunde kommen dir fremd vor, du weißt nichts zu erzählen und hast kein Interesse an deren Geschichten und Gesprächen.

5. Du kreist in deinen Grübeleiendepression

Viele Dinge gehen dir unentwegt durch den Kopf. Da sind Ängste vor der Zukunft oder die Sorge, dass du die täglichen Aufgaben nicht bewältigst. Der ewige Gedankenkreisel lässt dich nicht schlafen. „Was ist, wenn ich todkrank bin? Wenn ich meinen Job verliere, wovon soll ich dann leben? Was ist, wenn sich mein Partner von mir trennt?“ Wenn du anderen Menschen von deinen Sorgen erzählst, reagieren sie nicht sehr verständnisvoll, denn vermeintlich hast du doch alles, was du dir wünschen kannst. Das ist dann nur eine Phase, das geht auch wieder vorbei. Die Ratschläge deiner engsten Vertrauten lauten: „Mach doch mal was Schönes! Geh in die Sonne! Guck mal, was du alles hast. Anderen Menschen geht es viel schlechter.“

Je nach Ausmaß deiner Stimmung, deiner Gedankeninhalte und weiterer Schwankungen deines Interesses und Antriebs kann bestimmt werden, ob es sich um eine emotionale Krise handelt oder ein Krankheitsbild vorliegt. Die Fachmediziner sprechen bei einer Dauer von 2 Wochen, in denen sich die beschriebenen und andere Symptome (gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus, sexuelle Unlust, verminderter Selbstwert) zeigen, bereits von einer Depression. Aber keine Panik. Mithilfe des Selbsttests kannst du deine gegenwärtige Situation selbst einschätzen mittels geeigneter Fragen, die an der ICD-10, dem fachärztlichen Klassifizierungswerk psychischer Erkrankungen, angelehnt sind.

Mach jetzt den Selbsttest

Meistens reicht schon ein Gespräch, um herauszufinden, warum du dich so elend fühlst. Vielleicht gibt es einen Auslöser, ein Problem im Beruf oder in der Familie. Vielleicht bist du an einem Punkt in deinem Leben, der nach Veränderung schreit und du brauchst hierfür Unterstützung. In diesem Falle kann eine Beratung helfen. Solltest du dir nicht sicher sein, ob du an einer depressiven Episode leidest, scheue dich nicht, deinen Hausarzt aufzusuchen und dich an einen Spezialisten zur medizinischen Abklärung überweisen zu lassen. Du kannst mir auch eine Nachricht schreiben und wir schauen dann gemeinsam, was du gerade brauchst und welche Hilfe die richtige für dich ist.

Emotionale Krisen sind keine Bankrotterklärung!

Depressionen sind gut behandelbar!

Du musst da nicht alleine durch!

 

 

 

 

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