Monate: Juli 2016

Kein Urlaub vom Leben: Mike Hellwig und die Radikale Erlaubnis

Wo andere nicht mehr weiterwissen, fängt er gerade erst an. Mike Hellwig ist der Jim Morrison der Psychotherapie – unerschrocken, kompromisslos, mißverstanden. Seine Methode der Radikalen Erlaubnis durchbricht die Schallgrenzen der Selbsterfahrung und ist eine Ode an das Leben selbst. Nicht nur, dass deine innere Wahrheit wellenförmig ans Tageslicht katapultiert wird. Die Freiheit zur Selbstbestimmung und die Wiedererlangung deiner ureigenen Würde lautet die Verheißung.   Wie fühlt es sich an, jetzt, gerade in diesem Moment du selbst zu sein? Außerhalb von Kopfgeburten und Konzeptionen über dich, die du in deinem Hirn zusammengeschustert hast? So ganz wahrhaftig und authentisch: was ist gerade echt und lebendig in dir? In die Tiefen der Psyche zu gehen, ist ein mutiger Weg. Sich lossagend von allen ausgetretenen Pfaden des Verstandes, der analysiert, bewertet, verurteilt, zusammenfasst, kontrolliert, schlussfolgert, kritisiert, abgrenzt und ordnungsgemäß eintütet, begibst du dich auf eine Reise ins Unbekannte, Vage, noch nicht Erfasste. Sie gleicht einem Abstieg in ein finsteres Tal, das mit jedem Schritt dunkler und dichter wird. Du hast nichts im Rucksack, was dich abschirmt oder beschützt, …

Antidepressiva & Co: Ja?! Nein?! Vielleicht?!

Manchmal fühlen wir uns hilflos gegenüber den emotionalen Auswüchsen unserer Psyche. Dann reichen Versuche, das innere Gleichgewicht durch Yoga, Meditation oder positives Denken wiederherzustellen, nicht aus. Sind Psychopharmaka die Lösung? Oder stellen sie eine Bankrotterklärung für das eigene Leben dar? Mit Antidepressiva & Co geht man hierzulande hart ins Gericht. Eine gute Gelegenheit, die Vorbehalte mal unter die Lupe zu nehmen. Wer gibt schon gerne zu, dass er Psychopharmaka nimmt? Ich tue es! Nicht unbedingt gern, aber dafür (mittlerweile) ohne Scham. Über drei Jahre war ein Antidepressivum mein Starter in den Tag. Bis ich soweit war, unverfänglich darüber zu sprechen, hatte ich mit vielen Vorbehalten in mir zu kämpfen, denn der Einzug von Psychopharmaka in mein Leben galt als eindeutiger Beweis dafür, dass ich nicht normal bin. Dass ich zu den Schwächlingen gehöre, die ihr Leben nicht in den Griff bekommen und sich dopen müssen, um den Anforderungen gewachsen zu sein. Wie mir geht es vielen Menschen, die auf diese pharmakologische Krücke zurückgreifen müssen. Die Angst vor Abhängigkeit, Persönlichkeitsveränderung und starken Nebenwirkungen ist gewaltig und …