Monate: Oktober 2015

Passt, wackelt und hat Luft! Der 3-Komponentenkleber für deine Partnerschaft (Teil 2)

Im ersten Teil des Beitrags hast du erfahren, dass Kommunikation der Schlüssel ist, um eine glückliche Partnerschaft zu führen. Nicht nur in Belangen des alltäglichen Zusammenlebens spielt ein unbeschwerter Austausch eine Rolle. Auch in Sachen Sex kann es nicht schaden, offenherzig zu sein und gelassen zu bleiben. Sex ist das A und O, nicht nur „Aaah“ und „Oooh“ Das ist leider gar nicht so leicht, schon gar nicht, wenn du Erfahrungen in Sachen Sex gemacht hast, die nicht immer eine Gefühlsexplosion ohne Wenn und Aber bedeuteten. Oft glauben wir, im Bett besonders gut sein zu müssen und lassen uns zu einer Art Performance hinreißen, die nichts mit dem zu tun hat, was wir im spannenden Augenblick fühlen. Zum Programm gehören eben diese „Aaah’s“ und jene „Oooh‘s“, denken wir und sind größtenteils damit beschäftigt, eine gute Figur zu machen, als sich gegenseitig authentisch zu begegnen. Sex soll schließlich schön und aufregend sein! Und das uneingeschränkt und zu jeder Zeit! So gestehen wir uns nur schwer ein, dass wir es vielleicht nicht immer so fühlen, dass das …

Passt, wackelt und hat Luft! Der 3-Komponentenkleber für deine Partnerschaft (Teil 1)

Verliebtsein macht Spass! Der Himmel hängt voller Geigen, die Schwärmerei kennt keine Grenzen, das Idealbild des perfekten Partners scheint sich endlich in dieser einen, richtigen Person materialisiert zu haben und sehnsuchtsvolle, einsame Nächte gehören der Vergangenheit an. Nach den ersten Monaten merkt man dann jedoch, mit wem man es eigentlich zu tun hat. Plötzlich treten Unterschiede zu Tage, erste Konflikte flackern auf und Gefühle der Ernüchterung oder Enttäuschung werden immer drängender. Ich bin wahrlich kein Beziehungsexperte. Jahrelang hangelte ich mich von Beziehung zu Beziehung, immer in der Hoffnung, auf den einen Richtigen zu treffen, der nur für mich bestimmt ist und auch jetzt bin ich mir nicht sicher, ob meine aktuelle Partnerschaft ein Leben lang hält. Wenn es dir in deiner Partnerschaft auch so geht, kann ich dich beruhigen: Du musst das auch nicht wissen! Partnerschaft ist ein dynamisches Geflecht aus zwei (oder mehreren) Personen, die sich miteinander und unabhängig voneinander in einem steten emotionalen und psychischen Wandel befinden. Wir alle sind als Menschen in einem natürlichen Wachstum bzw. in permanenter Veränderung. Und weil das …

Du und die anderen – ein Blick hinter die Kulissen

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Wir wollen gemocht werden, und so unternehmen wir sämtliche Anstrengungen, um ein positives Bild bei anderen zu hinterlassen. Unser Bedürfnis nach sozialer Akzeptanz und Zugehörigkeit verlangt es, dass wir uns von unserer Schokoladenseite präsentieren, und zwar immer und um jeden Preis. Die Strategien für das Gelingen des Kontakts zu anderen sind unterschiedlich, führen aber grundsätzlich zu einem Ergebnis: wir verlieren den Kontakt zu uns selbst. Der Nährboden für vermeintlich sozial erwünschtes Verhalten ist der innere Glaubenssatz, dass wir nicht OK sind, wie wir sind. Dass wir uns erst beweisen müssen, damit andere Menschen etwas mit uns zu tun haben wollen. Damit wir auf dem sozialen Parkett bestehen können, bedarf es bestimmter Strategien, die sich an unseren Selbstwert knüpfen, denn erst in der sozialen Anerkennung erfahren wir, was wir vermeintlich wert sind. So geht es also nicht nur darum, gute Kontakte aufzubauen und zu pflegen, sondern unseren eigenen Wert bemessen zu können. Hierbei handelt es sich um unterschiedliche Inszenierungsstile, die wir benutzen, um dem inneren Gefühl von …

Reiß dich zusammen! Der Schwachsinn vom Luxusproblem

Uns geht es doch hier viel zu gut! Dieses ewige Gejammer über die Problemzonen unseres Lebens, irgendwann muss es auch mal gut sein. Du wurdest gerade von der Liebe deines Lebens verlassen? Tja, so ist das nun mal, damit bist du nicht allein auf der Welt! Dein Chef ist gemein zu dir? Wer hat denn behauptet, dass Arbeit Spaß macht? Du fühlst dich einsam und verletzt? Denk an die Kinder in Afrika! Bestimmt flogen auch dir schon solche oder ähnliche Phrasen um die Ohren, als es dir nicht gut ging. Zu Zeiten schlimmer Depressionsschübe versuchte mich ein sehr enger Freund zu überzeugen, dass es mir doch gar nicht so dreckig gehen kann, schließlich muss ich nicht hungern oder im Kriegsgebiet um Leib und Leben fürchten. Dass ich doch das wahre Leben mit seinem wahren Leid gar nicht kennen würde, hier in meinem gemachten Nest. Alles ein Luxusproblem! Ich nehme an, es bedarf keiner näheren Erklärung, warum dieser Mensch nicht mehr zu meinen besten Freunden gehört. Aber damals hatte ich mir diesen verbalen Fausthieb sehr zu …

Null Bock?! Deine Strategie, aktiv zu sein, wenn dir gar nicht danach ist

Ach, der Müßiggang – eine Gnade im hektischen Hin und Her des täglichen Einerlei! Ist es nicht schön, alle Viere von sich zu strecken, die nervigen To Do’s mal zu vergessen und sich im Garnichtstun zu suhlen? Den ganzen Tag im Schlafanzug im Bett zu bleiben, sich die Pizza liefern zu lassen und seine Lieblingsserie zu glotzen? Mal gar nichts müssen und die Welt da draußen ihre Kreise ziehen zu lassen? Ja, Müßiggang ist eine tolle Angelegenheit! Doch wenn die Faulenzerei zur Antriebshemmung mutiert, wird der Genuss schnell zur Qual. Denn dann fällt einfach alles schwer. Das Null-Bock-Tierchen hängt sich bleiend schwer an unsere Schultern und zieht die Stimmung gleich mit in den Keller. Die leichtesten Übungen werden zur Herausforderung und egal, was getan werden muss, in unserem Kopf klingt nur noch das Echo: Null Bock! Null Bock! Null Bock! Meine damalige Tanztherapeutin hat immer gesagt: „Der beste Grund, zur Tanztherapie zu kommen, ist, dass du gerade überhaupt keinen Bock darauf hast.“ Diesen Satz hab ich mir gemerkt. Denn je tiefer wir in die Antriebsarmut …

Irgendwas ist immer! Dukkha und die Kunst, sich nicht nerven zu lassen

Seien wir mal ehrlich. Irgendwas ist eigentlich immer, oder? Während der Sommer zu heiß ist, ist der Winter zu kalt, die Nacht ist zu kurz oder der Weg zu lang. Die gerade frisch gestylte Frisur wird durch den ersten Windhauch zerstört. Du verpasst deine Bahn, weil irgendein Träumer vor dir nicht aus dem Quark kommt und deine Einkaufstüten musst du in den fünften Stock buckeln, weil der Fahrstuhl mal wieder streikt. Die Dinge sind meist nie so, wie sie sollten. Kennst du das Gefühl der Unruhe, wenn du mal keine Probleme hast? Ich habe in solchen Momenten immer das Gefühl, ich hätte etwas Wichtiges vergessen. Und selbst, wenn mir die Sonne aus dem Popo scheint, währt das meist nicht lang. Der nächste Stolperstein wartet schon darauf, so richtig zu nerven. Das Leben kostet Nerven Dass es so viele Stolpersteine gibt, die uns jeden noch so tollen Tag vermiesen können, und seien es die geringsten Kleinigkeiten, liegt nicht am unbarmherzigen Leben, das es nur mit uns nicht gut meint. Die traurige Wahrheit ist: das Leben meint …

Keine Zeit?! Keine Lust?! Meditation für Workaholics und Faulenzer

Die Meditation hat sich ihren Weg in unsere Gesellschaft gebahnt und obgleich nicht die Mehrheit von uns tagtäglich auf dem Kissen sitzt und meditiert, kann doch jeder etwas mit dem Begriff anfangen. Ich ertappe mich sehr oft dabei, wie ich mich selbst dabei belüge, keine Zeit zum Meditieren zu haben. Zu jeder noch so günstigen Gelegenheit kommt mir etwas dazwischen und so verschiebe ich das Sitzen leidenschaftlich gern. Ich hab gerade so gar keine Zeit! Dieses oder jenes ist jetzt viel wichtiger. Später, später, später! Und wenn ich dann mal Zeit habe, säuselt mir das Null-Bock-Tierchen so die Ohren voll, dass ich es vorziehe, meinen sauer verdienten Feierabend doch eher auf der Couch zu verbringen anstatt meinen Geist zu trainieren. Es ist wie bei jeder guten Sportart. Aller Anfang ist schwer. Wenn du beispielsweise das Joggen für dich entdeckst, meldest du dich ja auch nicht sofort für den nächsten Marathon an. So verlangt auch die Meditation, sich behutsam auf sie einzulassen und den eigenen Rhythmus zu entwickeln. Wenngleich du es noch nicht so ganz schaffst, …

Break on through! Wo die Angst ist, ist der Weg

Die Angst hat viele Gesichter. Sie ist ein ständiger Begleiter in unserem Leben. Sie stellt zuverlässig ihre Warnschilder auf und schützt uns vor Gefahren. Sie hindert uns, dumme Entscheidungen zu treffen, wenn es um Leib und Leben geht. Manch einer fordert sie heraus und spielt gern mit ihr, indem er zum Beispiel waghalsig von der Klippe springt und hofft, dass der Fallschirm aufgeht. Der Kick liegt dann in der Überwindung der Angst. Nervenkitzel pur! So kann die Angst auch zur Droge werden. Was uns Angst macht, vermeiden wir Wenn wir uns von ihr abhängig machen, wird die Angst aber schnell zum Feind. Denn mit der Angst schleichen sich viele Befürchtungen in unseren Kopf, die gleichzeitig heftige Reaktionen in unserem Körper auslösen. Wir erahnen ein bestimmtes Risiko. Wir spüren, dass wir die Kontrolle verlieren, wenn wir einen Schritt weitergehen. In uns entwickeln sich plötzlich ungeahnte Horrorszenarien, die eintreten könnten. Und so unrealistisch diese von außen betrachtet auch sein mögen, in diesem Moment fühlen wir uns absolut hilflos. Wenn dann die Luftnot einsetzt, wir wacklige Beine kriegen, …

„Tschakka“?! Welcher Motivationstyp bist du?

„Tschakka!“ galt Ende der 1990er Jahre als der Schlachtruf schlechthin, um sich selbst zu motivieren. Er beruht auf den niederländischen Motivationstrainer Emile Ratelband und hat es sogar bis in den Duden geschafft. Tausende Menschen sind in Ratelbands Seminare geströmt, um etwas von der Powerenergie zu erhaschen, mit der man scheinbar alles erreichen kann. Doch das Tschakka-Feeling währte meist nur kurz. Du kennst das sicher auch: anfangs noch stürzen wir uns begeistert in das Projekt unserer Wahl, die Motivation kennt keine Grenzen, wir könnten schlichtweg Bäume ausreißen. Doch so schnell das Tschakka! kommt, so schnell verflüchtigt es sich wieder und das ist auch kein Wunder: ohne zu wissen, was dich genau motiviert, um ein Ziel zu erreichen, bist du wie ein Bergsteiger, der ohne Schuhe auf den Gipfel kraxeln will. In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema geht man prinzipiell davon aus, dass Menschen unterschiedlich ticken, wenn es um Motivation geht. Die Experten unterscheiden hierbei in grundsätzlich zwei Quellen der Motivation. Welche dieser Quellen zapfst du an, um dich zu motivieren? Die intrinsische Motivation zeichnet sich …

Abgelatscht und ausgelutscht! Dein neuer Weg in kleinen Schritten

Montag Morgen, der Wecker klingelt. Zeit, aufzustehen! Die Woche ist auf Neustart programmiert und so durchlaufe auch ich wie gewöhnlich mein Programm: jeder Tag ist durchgetaktet – neben der Arbeit stehen Yoga und Sport, Verabredungen mit Freunden und der Haushalt auf dem Stundenzettel. Und dann geht es wieder von vorne los…Weckerklingeln, Montag Morgen, Zeit zum Aufstehen. Business as usual: wie im Job, so auch privat Im Laufe der Jahre schleifen sich in uns Routinen ein, die den Alltag nicht gerade spannend machen. Wir ticken wie der Wecker am Morgen, klappern Termin für den Termin ab und hangeln uns so durch den Tag. Unsere obligatorischen Handgriffe lassen sich bis ins Kleinste zerlegen. Wir nehmen immer einen bestimmten Weg ans Ziel, zur Arbeit, zum Friseur oder zum Metzger um die Ecke. Wir haben unseren Lieblingsplatz im Bus und unsere Klamotten formieren sich immer zu ein und demselben Outfit. Alles hat seinen festen Platz. Funktional und effizient haben wir unser alltägliches Leben in kleinen Schubladen verstaut. Da ist es kein Wunder, dass uns irgendwann langweilig wird und wir …