Monate: Juli 2015

Einmal kräftig durchpusten, bitte! Atemmeditation mit Elias

Meditation, das kennt man irgendwie. Jemand sitzt auf seinem Kissen und folgt seinem Atem. Das ist einleuchtend. Der Sinn dahinter versteckt sich in der Annahme, den Geist in die Ruhe zu führen und Frieden zu erlangen. Das ist eine reine und für die meisten Menschen überschaubare, vielleicht auch langweilige, Übungssache. Der Geist wird trainiert wie ein Muskel, sich immer schön auf den Atem zu konzentrieren und die Gedanken wie Wolken am Himmel vorbeiziehen zu lassen. Was ich allerdings bei dem Meditationsabend mit Elias vom Lebeblog erlebt hatte, entsprach nun ganz und gar nicht meinen Vorstellungen und Erwartungen. Zwar gab er mir den Hinweis, dass ich mich während der Meditation auf alles gefasst machen könnte und ich die Dinge einfach geschehen lassen sollte, aber ich nahm es leicht, schließlich weiß ich doch, wie Meditation funktioniert. Außerdem kannte ich bereits von anderen spirituell Praktizierenden diese bedeutungsschwangeren Ausführungen über Lebensenergie, das Einswerden mit dem Kosmos und die allumfassenden, auf mich einstürzenden Gefühlsausbrüche. Alles klar, jetzt machen wir mal kein Fass auf, was soll schon passieren? dachte ich mir. …

Think OXI – die heilsame Kraft des „NEIN“-Sagens

Gestern hat es uns ein ganzes Volk vorgemacht. Die griechischen Bürger sagten „OXI“! NEIN zur Fremdbestimmung durch die europäischen Institutionen! NEIN zum neoliberalen Spardiktat! NEIN zur Untergrabung der eigenen Souveränität! NEIN! NEIN! NEIN! Wann hast du das letzte Mal entschieden und mit kräftiger Stimme „NEIN!“ gesagt? Wenn dich bei dieser Frage ein heiß-kalter Schauer überfällt und sich in dir das unangenehme Gefühl der Unsicherheit ausbreitet, sei ganz beruhigt und atme durch, denn so wie dir geht es den meisten von uns. NEINsagen fällt schwer! In unserer Kindheit kam es gar nicht in Frage, „NEIN!“ zu sagen. Diese Erfahrung haben wir alle gemacht, wenn wir mit unserem kleinen Kinderwillen durch die Wand wollten und uns unsere Eltern zurück in die Spur wiesen. Wir hatten keine Wahl, wir mussten uns zwangsläufig anpassen. Unsere direkten Bezugspersonen gaben uns die überlebenswichtige Orientierung, wie die Dinge funktionieren, was geht und was nicht geht. Eltern als Sirenen der Gefahrenabwehr. So wurde das Urteil der Erwachsenen zum Maßstab für kindliche Handlungen. Waren wir als Knirpse gehorsam, gab es ein Lob oder eine …