Monate: Juni 2015

Alle anderen, nur nie ich! Das ewige Leid des Vergleichens

Wenn ich durch die Stadt laufe, auf einer Party bin oder mich im Wartezimmer beim Arzt den aktuellen Klatschblättern zuwende, kommt immer ein und derselbe Gedanke auf: “Der oder die hat, was ich nicht habe.” Ich fange ganz automatisch an, mich mit anderen Personen zu vergleichen und komme dabei nie besonders gut weg. Die eine ist attraktiver als ich, der andere ist erfolgreicher, wiederum ein anderer gescheiter und viel interessanter, und am allerschlimmsten ist es, wenn jemand all diese bevorzugten Attribute in einer Person vereint. Wie abartig! Da kotz ich schonmal im Strahl. Denn allein der Vergleichsvorgang in meinem Kopf wäre ja kaum der Rede wert, würden sich nicht gleichzeitig in der Bewertung des objektiven Unterschieds zwischen mir und meinem Gegenüber Gefühle in meinem Magen auftun, die mir den ganzen Tag versauen. Ich fühle mich minderwertig, mangelhaft, unfertig, unattraktiv, erfolglos…kommt dir das irgendwie bekannt vor? Bähm! Gedanke – Bewertung – Abgleich – Gefühl Im Bruchteil einer Sekunde wird eine Kettenreaktion ausgelöst, die wir uns mal in slow motion ansehen können: Ich sehe Person X – …

Wie geht es dir wirklich? 5 Anzeichen einer emotionalen Krise

Fühlst du dich irgendwie komisch und kannst es gar nicht so richtig benennen? Augenscheinlich ist alles in Ordnung. Du hast vielleicht einen coolen Job, einen Haufen Freunde und einen Sack voll Geld. Alle um dich herum würden sagen: „Mensch, du hast es geschafft!“ Und dennoch, da ist so ein Druck in dir, so eine Unzufriedenheit, vielleicht eine Unruhe. An diesen 5 Dingen erkennst du, dass du möglicherweise gerade in einer Krise steckst: 1. Du kriegst keinen Bissen runter oder du isst und isst und isst…. Der Magen ist häufig der Spiegel unserer Seele. Vielleicht bleibt dir jeder Bissen im Halse stecken. Du hast einfach keinen Appetit, alles schmeckt gleich und du vergißt auch schonmal die Mahlzeiten. Wenn du in den letzten Wochen 5% deines Körpergewichts abgenommen hast, liegt etwas im Argen. Oder vielleicht ist es genau anders herum und du isst mehr als du verträgst im Wechsel zwischen Herzhaft und Süß. Du weißt, dass dir das nicht gut tut und nimmst dir auch vor, auf deine Ernährung zu achten. Aber dann kommen diese Attacken, bei …

Selbstakzeptanz vs. Selbstoptimierung – Ein Plädoyer für den Rettungsring

„Die Deutschen sind im digitalen Fitnesswahn“, postuliert dieser Tage ein Bericht von Spiegel TV, den ich mir voller Neugier ansah. Die arme Reporterin Anne-Sophie Hessler hatte die Herausforderung angenommen, sich der „Freeletics“-Bewegung anzuschließen und mittels Fitness-App den absoluten Traumbody zu formen, das ganze in nur 15 Wochen. Sie hat, wie Millionen „Freeletics“-Jünger es tagtäglich tun, den Höllenritt auf sich genommen, geschwitzt, gerackert und sich bis zum Ultimo gequält, sodass es ihr nach dem Workout schon mal hochkommen wollte. Eines wurde im Bericht vollkommen klar: von „fit for fun“ kann bei den Selbstoptimierern keine Rede sein! Ein Zirkeltraining, wie ich es aus dem Sportunterricht kenne, mit typischen Übungen wie Liegestützen, Sit Ups und Kniebeugen, ist ja vollkommen in Ordnung. Man kann sie zu Hause machen, die App sagt mir, wie es geht, ich brauche keine Geräte und kann sofort auf der heimischen Yogamatte loslegen. Aber das Geheimnis des Erfolgs liegt nicht in der Art der Übungen, sondern in Schnelligkeit und körperexzessiver Superpower, wie man sie nur aus dem Militär kennt. Frei dem Motto, dass das Leben …